Die Verbale Kommunikation

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Die verbale Kommunikation

Die verbale Kommunikation ist wichtiger Bestandteil der täglichen Kommunikation im beruflichen oder im privaten Umfeld. Dazu gehört auch, andere Menschen für etwas zu begeistern, Konflikte zu entschärfen oder darin zu vermitteln, aber auch andere Menschen von Sachverhalten zu überzeugen. Dazu bietet die verbale Kommunikation verschiedene Methoden und Ansatzpunkte.
Viele Experten sind überrascht, wie wenige Menschen den Versuch unternehmen, an Ihrer verbalen Kommunikation zu arbeiten. Das gilt vor allem im Business-Bereich. Vermutlich geht es vielen Lesern ähnlich, die an zahllose Unterhaltungen zurückdenken, für die sie sich im Rückblick einen professionelleren Verlauf dank verbaler Kommunikation gewünscht hätten. Im Folgenden zeigen wir, wie die verbale Kommunikation im Privatleben und im Berufsalltag effektiver angewendet werden kann.

Was man sagen möchte

Zwei Frauen im Gespräch

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Wichtig ist, genau zu wissen, was man sagen möchte. Das heißt, es muss der Grundsatz gelten: Erst denken, dann reden. Dadurch wird die Botschaft genauer und klarer und kommt beim Adressaten deutlicher an, bleibt im Gedächtnis. Während des Gesprächs hilft die verbale Kommunikation dabei, den Zweck des Gesprächs vor Augen zu halten und das persönliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei ist es auch immer von Vorteil, andere zuerst sprechen zu lassen, sodass nicht immer mit neuen Ansätzen begonnen werden muss.
Für die verbale Kommunikation ist es auch wichtig, dass keine langen Pausen entstehen. Viele Personen im öffentlichen Leben füllen Reden mit kleinen Pausen und Füllwörtern wie „äh“, „naja“, „sozusagen“, „also“ oder „hmmm“. Das geschieht natürlich auch häufig im Alltag. Doch mit diesen künstlichen Pausen verlieren wir an Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft. Bevor so ein Wort fällt, hilft es, kurz inne zu halten und kurz Luft zu holen. Erst dann sollten wir weitersprechen. Bei der verbalen Kommunikation helfen meist kürzere Sätze und vollständige Pausen, falls der Sprecher doch nicht weiß, wie es weitergeht. Viele Redner sprechen zudem freier und flüssiger, wenn sie genau wissen was sie sagen möchten und wenn sie sich in der Materie auskennen.

Körpersprache und verbale Kommunikation

Ein ganz wichtiger Bestandteil der verbalen Kommunikation ist die Körpersprache. Viele wissen nicht, dass die verbale Kommunikation nur etwa sieben Prozent der gesamten Kommunikation ausmacht. Daher kommt der Köpersprache eine zentrale Funktion zu. Als wichtige Grundregel lässt sich leicht merken, dass Sprechende geradestehen, Augenkontakt halten und Lächeln sollten. Auch die Hand- und Armbewegungen gehören zur Körpersprache. Körpersprache und verbale Kommunikation sollten dabei zusammenpassen und abgestimmt sein.
Wenn sich Menschen während eines Gesprächs falsch oder ungünstig ausdrücken, sind sie häufig schlecht vorbereitet. In diesem Fall können Notizen helfen. Kurze Stichpunkte und Ideen können so einen Anhaltspunkt für den Gesprächsverlauf geben oder während des Gesprächs für später notiert werden. Für berufliche Meetings oder Termine kann es z.B. sinnvoll sein, Namen der Gesprächspartner aufzuschreiben.

Offenheit und Respekt

Geräusche gehen in das Ohr

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Die verbale Kommunikation hat auch mit Offenheit zu tun. Gesprächspartner sollten offen für neue Informationen, Denkanstöße und Ideen sein. Daher spielt bei der verbalen Kommunikation auch das aktive, aufmerksame Zuhören eine wichtige Rolle. Dazu gehört auch, den Gesprächspartner aussprechen zu lassen. Ebenso ist der Respekt ein wesentlicher Aspekt der verbalen Kommunikation. Respekt ist vor allem dann angebracht, wenn es um mehrere verschiedene Meinungen geht. Ein Gesprächsverlauf kann dabei sehr entscheidend sein für die künftige Beziehung im Beruflichen, aber auch im Privaten. Gerade in der Diskussion oder bei Konflikten zeigen viele Mitmenschen ihren wahren Charakter. Sorgfältiges Zuhören verhindert dabei Missverständnisse. Andere Ansichten lassen sich am besten vereinbaren, wenn die Gesprächspartner sachlich argumentieren.

Aufmerksamkeit, Fragen und Offenheit

Es ist nicht neu, und doch wird es häufig vergessen. Der Ton macht die Musik, gerade in der verbalen Kommunikation. Ruhigere, sanfte Stimmen werden häufig mit einem angenehmeren und weicheren Gemüt assoziiert. Eine tiefe Stimme dagegen verbinden viele mit Kompetenz und Selbstvertrauen. Eine hohe Stimme dagegen steht meist für Freundlichkeit und Euphorie. Im Gespräch ist es selten hilfreich, die Stimme unnötig zu erheben.
Ablenkung ist immer ein schlechter Begleiter bei der verbalen Kommunikation. Wichtig ist, dem Gegenüber immer die volle Konzentration und Aufmerksamkeit zu schenken, nicht nur aus Höflichkeit. Hilfreich ist, mögliche Störquellen zu vermeiden, wie etwa ein großer Geräuschpegel oder das Mobiltelefon. Ein ruhiger Raum fördert die Gesprächsatmosphäre.
Bestandteil der verbalen Kommunikation ist es auch, dass Fragen gestellt werden. Durch prägnante Fragen erhalten Gesprächspartner alle wichtigen Informationen und zeigen Interesse am Gegenüber. Hierzu zählen die aktuelle Situation, mögliche Vorlieben, Gewohnheiten, Abneigungen und ähnliches. Zur Vorbereitung eines Meetings sind daher zielführende Fragen schon die halbe Miete, was Sympathie einbringt.

Vielseitige verbale Kommunikation

Die verbale Kommunikation ist also sehr vielschichtig und läuft immer individuell ab. Jeder Gesprächspartner ist anders, jedes Gespräch verläuft anders. Da spielt auch die Tagesform eine wichtige Rolle. Insofern gibt es hierfür keine Patentrezepte, jedoch sehr hilfreiche Anhaltspunkte für erfolgreiche Gespräche.

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