Geschichte der Radartechnik

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Es gibt nur wenige Technologien, die auch viele Jahre nach ihrer Entdeckung noch eine bedeutende Rolle für die Entwicklung unserer Zivilisation spielen. Die Entdeckung und Weiterentwicklung der Radartechnik ist eine dieser Technologien. Doch auch wenn sich viele Menschen der Existenz dieser Technik bewusst sind, wie sie funktioniert und welche Geschichte dahintersteckt, können nur die wenigsten in Worte fassen. Nachfolgend erfahren Sie daher viele interessante Dinge um die Entdeckung und Entwicklung der Radartechnik und welche Rolle die Radartechnik auch für MEDER CommTech spielt.

Sinngemäß übersetzt ist „Radar“ übrigens die Abkürzung für „funkgestützte Richtungs- und Abstandsmessung“.

Den Anfang machte ein deutscher Physiker

Im Jahre 1886 gelang dem deutschen Physiker Heinrich Hertz erstmals der Nachweis, dass elektromagnetische Wellen von metallischen Gegenständen zurückgeworfen werden und begründete damit den Beginn der Geschichte der Radartechnik. Dennoch sollte es noch Jahre dauern, bis die Möglichkeiten erstmals im heutigen Sinne genutzt wurden. Als Hertz 1894 starb, war von Radartechnik noch lange nicht die Rede. Erst 1897 griff ein indischer Wissenschaftler Hertz’ Erkenntnisse auf und führte weitere Versuche durch. Trotz der wertvollen neuen Erkenntnisse sollte es noch sieben weitere Jahre dauern, bis die Radartechnik erstmals praktisch genutzt wurde.

1904 entwickelte der deutsche Techniker Christian Hülsmeyer erstmals ein System, dass es erlaubte Entfernungen nachzuvollziehen. Von der Nützlichkeit überzeugt, meldete er seine Entwicklung zum Patent an. Großen Erfolg hatte er jedoch nicht. Theoretisch wäre die Radartechnik einsatzbereit gewesen und hätte weiterentwickelt werden können, zahlreiche Umstände verhinderten dies jedoch.

Kriege als Innovationstreiber

Dringend benötigt wurde die Radartechnik zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht. Das änderte sich jedoch spätestens mit Beginn des ersten Weltkrieges. Die Möglichkeit den Standort von Luft- oder Seefahrzeugen bestimmen zu können, wurde immer interessanter. Auch wenn die Entwicklung der Radartechnik stagnierte, gewannen Wissenschaftler immer neue physikalische Erkenntnisse, die schließlich zu einer fast gleichzeitigen Entwicklung verwendbarer Radartechnik führte.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges beschleunigte sich die Weiterentwicklung wie von selbst und wurde ein wichtiges Element der Kriegsführung. Anfangs lag der Fokus vor allem auf der Ortung gegnerischer Flugzeuge und Schiffe. Erst nach und nach zeigte sich, welchen Nutzen die Radartechnik auch für die friedliche Nutzung bot. Lange Zeit hielten Militärs die Radartechnik zurück und gaben diese erst in den 70er Jahren für eine zivile Nutzung frei.

Die zivile Nutzung war ein Meilenstein

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Die moderne Radartechnik ermöglichte nicht nur die Ortung von Luftfahrzeugen und Schiffen, sondern eröffnete auch zahlreiche weitere Perspektiven. Mitten in der Zeit, in der sich die Radartechnik stetig ausbreitete, wurde im Jahr 1981 auch MEDER CommTech gegründet. Nach und nach wurde die Radartechnik in immer neuen Bereichen eingesetzt. So bot etwa Toyota 1995 einen Abstandsregeltempomat an, der auf der Radartechnik basierte. An den Grundlagen der Radartechnik hat sich bis heute wenig geändert, allerdings wird diese mittlerweile in unzähligen Bereichen für die unterschiedlichsten Dinge verwendet. Heinrich Hertz wäre wahrscheinlich überwältigt.

Digitalisierung wandelte Radartechnik rasant

Auch wenn die Radartechnik durchaus ausgereift war, sorgte der Siegeszug von Computern für weitere Innovationen. Messungen konnten immer besser digitalisiert und spezifiziert werden. Immer neue Anwendungsbereiche kamen hinzu. Messungen werden außerdem immer genauer und erlauben es beispielsweise sogar Wetterdaten zu erfassen.

Auch MEDER CommTech baut in vielen Bereichen auf Radartechnik. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf Bereiche, in denen die Radartechnik bisher in geringerem Umfang verwendet wurde, aber einen erheblichen Nutzen bietet. So verwenden wir für unser Rescue Radar die ursprüngliche Radartechnik und ergänzen diese mit modernen Systemkomponenten. Diese Kombination erlaubt es, ein Ortungssystem zur Verfügung zu stellen, dass bei Naturkatastrophen eine wichtige Rolle bei der Ortung und Rettung verunglückter Menschen spielt. Das Rescue Radar nutzt nicht nur Radartechnik, sondern rettet Leben. Weltweit verwenden Behörden und Privatleute das Rescue Radar von MEDER CommTech und sind für alle Eventualitäten gerüstet.

Ein praktisches Beispiel für den Einsatz des Rescue Radars ist die Lawinenrettung. Trotz der Gefahr und offizieller Warnungen begeben sich Jahr für Jahr waghalsige Extremsportler in abwegiges Gelände und werden von Lawinen verschüttet. Ausgerüstet mit einem Rescue Radar können Behörden im Ernstfall die Verschütteten lokalisieren und bergen. Gegenüber herkömmlichen Verfahren ist das Rescue Radar in jeder Hinsicht überlegen und konnte seine Funktionsfähigkeit bereits vielfach unter Beweis stellen.

Selbstverständlich stellen wir Ihnen umfangreiche Informationen rund um unser Rescue Radar zur Verfügung und beraten Sie gerne tiefergehend. Behörden, Unternehmen und Privatpersonen sind jederzeit willkommen, sich mit uns kostenlos und unverbindlich in Verbindung zu setzen.

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